Burn-out – der schleichende Prozess in Zeiten organisatorischer Veränderungen

Einleitung

Ein Burn-Out entsteht nicht über Nacht. Er ist die Summe der täglichen Arbeitsbelastungen, der (An-)Forderungen unserer Familien, der jeweiligen möglicherweise beengten Lebensumstände und des Zwanges, sich den Anforderungen zu stellen und sich beweisen zu wollen. Ich schaff das!“

Was bedeutet Burn-Out?

Burn-Out führt zu reduzierter Leistungsfähigkeit, emotionaler Erschöpfung, der Verdrängung von Konflikten und der Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse. Nach dem Rückzug und dem damit verbundenen Verlust sozialer Kontakte folgt die innere Leere. Am Ende stehen die Depression und die völlige Erschöpfung bis hin zu suizidalen Gedanken.

Woran erkenne ich (m)einen Gefährdungsstatus?

Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihren Arbeitstag gut organisiert haben. Es bleibt zwischendurch sogar noch die Zeit für ein kleines Schwätzchen mit den Kollegen. Nach getaner Arbeit widmen Sie sich der Familie, gehen vielleicht gemeinsam ein Eis essen oder treffen sich mit Freunden. Jetzt fällt ein Kollege in Ihrer Abteilung aus. Die Arbeit landet auf Ihrem Arbeitsplatz. Zusätzlich kommt Ihr Chef noch mit einer dringenden Terminarbeit. Ihre eigentliche Arbeit bleibt liegen. Ihr verstärkter Einsatz führt dazu, dass Sie den Termin zum Eisessen absagen. Die Arbeitsbelastung steigt stetig, Ihre Familie ist mit Ihren ständigen Überstunden nicht einverstanden. Sie verdrängen den Konflikt und weichen aus. Trotz der vielen Überstunden schaffen Sie die Arbeitslast nicht mehr. Zusätzlich entwickeln sich gerade in Zeiten von Corona die Organisationen neu. Die tägliche Präsenz am Arbeitsplatz wurde durch das Homeoffice teilweise ersetzt, was neue bisher unbekannte Herausforderungen mit sich bringt. Sie nehmen Arbeit mit nach Hause oder versuchen in der häuslichen Umgebung unter Nutzung der elektronischen Medien die Arbeitsflut und Ihren familiären Alltag zu bewältigen. Das Grillfest mit den Freunden am Wochenende sagen Sie ab, da Sie noch so einiges zu bearbeiten haben. Doch das alles hilft nicht. Sie nehmen die Arbeit in Ihrem Kopf auch abends mit ins Bett. Und damit Sie schlafen können nehmen Sie eine kleine Pille oder trinken noch schnell ein Gläschen Wein mehr als früher. Darauf angesprochen, leugnen Sie die Probleme und ziehen sich immer mehr zurück. Durch diese Depersonalisation stehen Sie kurz vor einer Depression und völliger Erschöpfung. Sie sind am Ende der Erschöpfungsspirale angekommen.

Interventionsmaßnahmen

Man kann dem Stress entweder aktiv und direkt oder inaktiv und indirekt begegnen. Letztere Strategien haben sich in der Praxis jedoch als nicht effizient erwiesen. Die Einschlafpille ist nicht die Lösung. Auch hilft das zusätzliche Glas Wein am Abend nicht. Schon Albert Einstein hat gesagt: „Sorgen kann man nicht im Alkohol ertränken. Sorgen können im Alkohol schwimmen!“

Durch Mehrfachbelastungen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Beruf, Familie und soziales Engagement stehen oftmals kontrovers zum Wunsch nach eigener Freizeitgestaltung und führen zu einer Überlastung.

Individuelle Strategien, Hilfe zur Selbsthilfe

Nehmen Sie sich Zeit für sich. Das klingt zunächst paradox. Jedoch trägt es nicht zur Verbesserung der Situation bei, wenn Sie versuchen dem Stress auszuweichen oder ihn zu ignorieren. Packen Sie es aktiv an, indem Sie sich einen Moment der Ruhe gönnen und sich in einem inneren Dialog über Ihre Ziele Klarheit verschaffen. Idealerweise verlassen Sie Ihre gewohnte Umgebung. Machen Sie einen Spaziergang. Die Erfahrung zeigt, wenn die Beine in Bewegung kommen, dann kommt auch der Geist in Bewegung. Wo stehen Sie? Welche Faktoren wirken wie stark auf Sie ein? Wer kann Sie entlasten? Wie fühlen Sie sich wirklich?

Wie groß ist die Gefahr, dass Sie einen Burn-Out bekommen könnten? Möchten Sie mehr erfahren oder von uns unverbindlich einen Selbsttest zur Ermittlung Ihres persönlichen Gefährdungslevels erhalten? Dann füllen Sie unser Kontaktformular aus oder rufen Sie uns für ein erstes Gespräch unter Tel.: 0611-40809899 unverbindlich an.

Viele Grüße und bleiben Sie achtsam.
Manfred Hohls, i.A. Conceptplus

    Ich habe Interesse am Selbsttest zur Ermittlung meines persönlichen Gefährdungslevels